Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse,
Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.v. (DGPT) wurde 1949 als
"Deutsche Gesellschaft für Psychotherapie und Tiefenpsychologie" gegründet. Die
Gründung erfolgte im Bemühen um den Wiederaufbau einer zerstörten Wissenschaft und mit
dem Ziel, unabhängig von Grundberuf und psychoanalytischen Orientierungen ein gemeinsames
berufspolitisches und wissenschaftliches Forum für alle Psychoanalytiker und
Psychoanalytikerinnen zu schaffen.
Angestrebt und erreicht wurden gemeinsame Ausbildungsstandards in den
Weiterbildungsinstituten, eine Anerkennung der Psychotherapie in Lehre und Forschung an
den Universitäten und die Verankerung der Psychoanalyse in der psychotherapeutischen
Versorgung der Bevölkerung. Die DGPT gilt zugleich als "berufspolitisches Dach"
der folgenden Fachgesellschaften: der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychologie
e.V. (DGAP), der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft e.V. (DPG),der Deutschen
Psychoanalytischen Vereinigung e.V. (DPV) sowie seit 1991 auch der Deutschen Gesellschaft
für Individualpsychologie e.V. (DGIP).
Wichtige Meilensteine in der Geschichte waren die Einführung der Zusatzbezeichnungen
"Psychotherapie" 1958 und "Psychoanalyse" 1978, die
Richtlinienpsychotherapie (1967) mit Anerkennung der aktuellen neurotischen Störung als
Krankheit im Sinne der RVO und der Einführung von Psychotherapie als Heilmethode, die
Einbeziehung nichtärztlicher Psychotherapeuten in die kassenärztliche Versorgung seit
1971 und die Anerkennung der chronischen Neurose als Krankheit 1976.
Heute hat die DGPT ca. 3.250 ordentliche und außerordentliche Mitglieder. Der
wissenschaftliche Austausch der Mitglieder erfolgt im Rahmen der jährlichen
Arbeitstagungen.
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